Judith wurde als Erwachsene getauft. Ihre Kinder auch.

Denn Judith wollte ihren Kindern diese wichtige Entscheidung nicht abnehmen. Mit dieser Haltung ist sie nicht alleine. Auch Jesus wurde als etwa dreissigjähriger getauft und auch Jesu Nachfolger pflegten die Taufe von mündigen Menschen.

»Kehrt um«, erwiderte Petrus, »und jeder von euch lasse sich auf den Namen von Jesus Christus taufen! Dann wird Gott euch eure Sünden vergeben, und ihr werdet seine Gabe, den Heiligen Geist, bekommen.

Apostelgeschichte 2, 38

Erst wer sein Leben bewerten und neugestalten, d.h. umkehren konnte, wurde getauft.

Danach sagte Jesus zu seinen Jüngern: »Geht in die ganze Welt und verkündet der ganzen Schöpfung das Evangelium! Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet werden. Wer aber nicht glaubt, wird verurteilt werden.

Markus 16, 15+16

In diesen Worten Jesu lesen wir deutlich, dass glauben und getauft werden zusammenhängen. Darum wurden Judiths Kinder nicht als Kinder getauft, sondern erst, als glaubende Erwachsene.

Die Taufe, als Untertauchen in ein Wasser, wird von Paulus mit dem Sterben und Auferstehen Jesu in Verbindung gebracht.

Durch die Taufe sind wir mit Christus gestorben und sind daher auch mit ihm begraben worden. Weil nun aber Christus durch die unvergleichlich herrliche Macht des Vaters von den Toten auferstanden ist, ist auch unser Leben neu geworden, und das bedeutet: Wir sollen jetzt ein neues Leben führen.

Römer 6, 4

Viele frühchristliche Kirchgebäude beherbergen noch heute Taufbecken, "Baptisterien", die für die Taufe von erwachsenen Menschen benutzt wurden.

Erst ungefähr 400 Jahre nach Christus wird die Taufe von Säuglingen allgemein bekannt. Dabei geht es um die veränderte biblische Lehre der "Erbsünde" und um das Heil des Kindes. Denn obwohl das Kleinkind noch nicht glauben konnte, sollte es rasch von der Erbsünde (Zeugung) durch die Taufe gereinigt werden, damit es sicher gerettet ist, falls es plötzlich sterben sollte.

Als Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten folgen wir dem Vorbild Jesu und praktizieren auch heute noch die Taufe als eine bewusste Entscheidung von Erwachsenen.

Wie denken Sie über die Taufe?